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Winter-Bewegungsgeschichte für die Kita: 10 Minuten ohne Material

· Veröffentlicht am · KI-gestützt erstellt und vor Veröffentlichung geprüft
Eine Fachkraft und Kinder spielen im Gruppenraum eine Winter-Bewegungsgeschichte und balancieren durch einen gemalten Fantasie-Winterwald.
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Draußen ist es nass, im Gruppenraum wird die Stimmung unruhig und für einen Aufbau bleibt keine Zeit. Dann könnt ihr diese Winter-Bewegungsgeschichte direkt starten. Ihr braucht kein Material und müsst euch keinen Text ausdenken. Ich empfehle euch nur, vorher eine klare Laufrichtung festzulegen. Danach führt ihr die Kinder mit kurzen Ansagen durch den Winterwald und endet wieder ruhig im Kreis.

Das findet ihr in diesem Artikel

Das Angebot auf einen Blick

Die Geschichte passt für eine kleine oder mittelgroße Kita-Gruppe. Plant ungefähr zehn Minuten ein. Die Kinder stapfen, schleichen, balancieren, ducken sich und springen am Platz. Zum Schluss wird die Bewegung langsam ruhiger.

Ihr benötigt einen freien Weg durch den Raum und für jedes Kind einen Platz, an dem es die Arme bewegen kann. Für einen kleinen Raum findet ihr weiter unten eine vollständige Sitzvariante. Die Geschichte ist winterlich, aber nicht an Advent oder Weihnachten gebunden.

In einer Minute startklar

Räumt lose Gegenstände aus dem Laufweg. Legt dann eine gemeinsame Richtung fest, zum Beispiel im Kreis am Rand des Teppichs. Die Hasensprünge finden später am eigenen Platz statt.

Zeigt den Kindern vor dem Start zwei Möglichkeiten: Jede Bewegung darf groß oder ganz klein sein. Wer nicht durch den Raum gehen möchte, kann sie auf einem festen Platz oder im Sitzen mitmachen.

Vereinbart noch ein Stoppsignal. Sagt: „Wenn ich rufe: Der Winterwald hält still, frieren wir alle ein.“ Probiert das einmal aus. Dann beginnt die Geschichte.

Vorlesetext: Spuren im Winterwald

Lest langsam und macht die Bewegungen zuerst selbst vor. Nach jeder Ansage könnt ihr die Bewegung einige Male wiederholen. Die Hinweise nach „Bewegung“ sind eure Regie und müssen nicht vorgelesen werden.

1. Durch den tiefen Schnee

Sagt: „Heute führt unser Weg in den Winterwald. Vor uns liegt tiefer, weicher Schnee. Wir heben ein Bein hoch, setzen den Fuß hinein und ziehen das andere Bein nach. Stapf, stapf, stapf. Manchmal ist der Schnee flach. Dann werden unsere Schritte klein. Jetzt wird er wieder tief. Unsere Knie steigen hoch.“

Bewegung: Die Kinder gehen in der vereinbarten Richtung. Ihr wechselt zwischen kleinen Schritten und langsamem Knieheben.

Übergang: „Halt. Im Schnee ist eine Spur. Sie ist schmal und sieht aus, als wäre hier ein Fuchs gelaufen.“

2. Der leisen Fuchsspur folgen

Sagt: „Wir folgen der Spur, ohne sie zu verwischen. Setzt einen Fuß leise vor den anderen. Der Fuchs soll uns noch nicht hören. Schleicht drei Schritte. Bleibt stehen und spitzt die Ohren. Hört ihr etwas? Noch einmal: drei leise Fuchsschritte und lauschen.“

Bewegung: Die Kinder schleichen mit kleinen Schritten. Nach jeweils drei Schritten halten sie eine Hand ans Ohr und bleiben kurz still.

Übergang: „Die Spur endet an einem zugefrorenen Bach. Unter dem Eis gluckert ganz leise das Wasser.“

3. Über den gefrorenen Bach

Sagt: „Wir gehen nicht auf das Eis. Neben dem Bach liegt ein schmaler Baumstamm. Breitet die Arme aus. Setzt einen Fuß langsam vor den anderen. Wenn es wackelt, bleibt ihr stehen und findet eure Mitte wieder. Noch ein Schritt. Und noch einer. Jetzt sind wir am anderen Ufer.“

Bewegung: Die Kinder balancieren auf einer gedachten Linie. Wer möchte, bleibt am Platz und verlagert das Gewicht langsam von einem Fuß auf den anderen.

Übergang: „Auf der anderen Seite hängt ein Ast tief unter dem Schnee. Unser Weg führt genau darunter hindurch.“

4. Unter dem Schneeast hindurch

Sagt: „Macht euch klein wie ein rundes Schneebällchen. Zieht den Kopf ein und geht langsam unter dem Ast hindurch. Geschafft. Richtet euch wieder auf und streckt die Hände bis zu den Baumwipfeln. Da kommt schon der nächste Ast: klein machen, hindurchgehen und wieder wachsen.“

Bewegung: Die Kinder gehen in die Hocke oder neigen nur den Oberkörper. Danach richten sie sich auf und strecken die Arme nach oben.

Übergang: „Hinter dem Ast zittern zwei lange Ohren. Dort sitzen Schneehasen. Plötzlich hüpfen sie los.“

5. Mit den Schneehasen springen

Sagt: „Stellt eure Füße nebeneinander. Die Hasen machen zwei kleine Sprünge: hopp, hopp. Dann sitzen sie still und schauen sich um. Noch einmal: hopp, hopp und lauschen. Der nächste Hase springt nicht hoch. Er wippt nur mit den Knien. Wählt selbst: springen oder wippen.“

Bewegung: Die Kinder bleiben an ihrem Platz. Sie machen jeweils zwei kleine Sprünge oder federn mit den Knien und halten danach inne.

Übergang: „Auf einmal wirbelt der Wind Schnee zwischen den Bäumen hindurch. Die Fuchsspur ist kaum noch zu sehen.“

6. Durch den Wind in die Waldhöhle

Sagt: „Der Wind schiebt von rechts. Neigt euch ein wenig nach links. Jetzt kommt er von links. Neigt euch nach rechts. Dreht euch langsam wie eine Schneeflocke. Dort vorn ist eine warme Waldhöhle. Geht mit kleinen Schritten hinein und rollt euch an eurem eigenen Platz zusammen.“

Bewegung: Die Kinder neigen den Oberkörper zu beiden Seiten, drehen sich langsam und gehen anschließend zu ihrem Platz. Dort machen sie sich klein.

Ruhig aus der Geschichte zurückkommen

Sagt mit leiserer Stimme: „In der Höhle ist es windstill. Reibt eure Hände aneinander, bis sie warm werden. Legt die warmen Hände auf den Bauch. Spürt, wie sich der Bauch beim Einatmen ein wenig bewegt und beim Ausatmen wieder senkt.“

Lasst zwei ruhige Atemzüge Zeit. Gebt dabei keinen festen Atemrhythmus vor.

Sagt dann: „Der Wind ist weitergezogen. Wir kommen aus der Höhle, richten uns langsam auf und machen einen letzten leisen Fuchsschritt zurück in den Kreis. Unsere Reise durch den Winterwald ist zu Ende.“

Die ganze Geschichte im Sitzen

Wenn der Raum klein ist oder ihr im Morgenkreis bleiben möchtet, erzählt ihr dieselbe Handlung im Sitzen. Stellt die Stühle mit genügend Abstand auf oder bleibt an euren üblichen Sitzplätzen.

  • Tiefer Schnee: Die Füße abwechselnd anheben und leise wieder aufsetzen.
  • Fuchsspur: Zwei Finger laufen langsam über die Oberschenkel. Danach kommt eine Hand zum Ohr.
  • Gefrorener Bach: Beide Arme ausbreiten und den Oberkörper vorsichtig nach rechts und links neigen.
  • Schneeast: Den Rücken rund machen, den Kopf leicht senken und sich danach wieder aufrichten.
  • Schneehasen: Beide Hände zweimal von den Oberschenkeln abheben. Alternativ mit den Füßen zweimal leise tippen.
  • Winterwind: Die Arme wie Zweige zu einer Seite und dann zur anderen bewegen. Für die Höhle die Arme locker vor dem Körper verschränken.

Für den Abschluss reiben die Kinder ebenfalls ihre Hände aneinander und legen sie auf den Bauch. Der letzte Fuchsschritt wird zu einem einzigen leisen Tippen mit den Fingerspitzen.

Für U3 und gemischte Gruppen anpassen

Bewegungsentwicklung verläuft individuell. Ich würde deshalb nicht erwarten, dass alle Kinder dieselbe Bewegung gleich groß oder gleich sicher ausführen. Bietet immer eine kleine und eine große Form an.

Für U3 kürzt ihr die Geschichte auf drei Stationen: durch den Schnee stapfen, der Fuchsspur folgen und in die Höhle gehen. Wiederholt nach jeder Station denselben Satz: „Leise weiter durch den Winterwald.“ Macht jede Bewegung vor und gebt den Kindern Zeit zum Nachmachen.

In einer gemischten Gruppe bleibt die Handlung für alle gleich. Bei jeder Station nennt ihr zwei Möglichkeiten: gehen oder am Platz treten, springen oder mit den Knien wippen, tief ducken oder nur den Kopf neigen. So trifft jedes Kind eine passende Wahl und niemand scheidet aus.

Wenn die Gruppe die Geschichte später wiederholt, könnt ihr ein Kind die nächste Spur entdecken lassen. Das Kind zeigt auf einen Ort im Raum. Ihr führt die Handlung mit der vorgesehenen nächsten Szene fort.

Einmal kurz prüfen

  • Lose Gegenstände aus dem Laufweg räumen
  • Eine gemeinsame Laufrichtung zeigen
  • Plätze für Sprünge oder Wippen festlegen
  • Kleine Bewegung und Sitzalternative anbieten
  • Stoppsignal vor Beginn einmal ausprobieren
Quellen & weiterführende Informationen

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